Kreis- & Delegiertenversammlung 2026

127. Delegiertenversammlung der LAVEBA Genossenschaft in Salez
Am 17. Juni 2026 fand die 127. Delegiertenversammlung der LAVEBA Genossenschaft im Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez statt. VR-Präsident der LAVEBA Genossenschaft Josef Schmid eröffnete die Versammlung und begrüsste die anwesenden Delegierten sowie Gäste. Einen Einblick in den Veranstaltungsort und dessen Bedeutung für die landwirtschaftliche Ausbildung und Praxis vermittelte Roger Gut, Leiter des Landwirtschaftlichen Zentrums.

Bei der Verpflegung wurden die Synergien innerhalb der LAVEBA Gruppe gezielt genutzt: Kesseli lieferte frisches Obst und Gemüse, während das Werdenberger Brothandwerk mit Gipfeli, Snacks sowie Apéro und Dessert für das leibliche Wohl sorgte.

Starke Zahlen und regionale Verankerung
Die LAVEBA Genossenschaft blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück – geprägt von Stabilität, Wachstum und gezielten Weiterentwicklungen. Die Unternehmensgruppe erzielte 2025 mit einem Nettoerlös von CHF 613 Mio. den zweithöchsten Wert ihrer Geschichte. Den grössten Anteil machte der Energiebereich mit 44% aus, gefolgt vom Handel (34%), Agrar (13%) sowie Grosshandel, Produktion und Diverses.

Trotz sinkender Energiepreise blieb der Energiebereich stabil und setzte mit der Einführung von HVO an neun Standorten wichtige Impulse in Richtung nachhaltiger Mobilität.

Der Handel entwickelte sich erfreulich mit einem Umsatzwachstum bei den LANDI Läden (+1.4%) und den LAVEBA Shops (+1.0%). In Siebnen, Lachen und Wittenbach wurden neue Shop Konzepte erfolgreich eingeführt, die die positive Entwicklung zusätzlich unterstützten. Ein besonderes Highlight war auch der Sieg des Werdenberger Brothandwerks beim «Battle of Taste» Wettbewerb an der OLMA 2025.

Im Agrarbereich konnte trotz herausforderndem Preisumfeld ein Wachstum von 1.6% erzielt werden. Der Düngerverkauf erreichte ein Rekordniveau und der Drohnenservice wurde weiter ausgebaut. Gleichzeitig stärkten wir mit Investitionen in barto sowie einer engeren Zusammenarbeit mit den LANDIs gezielt unser digitales und partnerschaftliches Netzwerk.

Im Grosshandel und in der Produktion sorgte insbesondere die Akquisition der Kesseli AG für zusätzliches Wachstum im Obst- und Gemüseverkauf, während im Bereich Diverses mit der Integration der Autocenter Säntis Gruppe neue Synergien genutzt werden konnten.

Mit der Fusion der sieben LANDI-Tochtergesellschaften rückwirkend auf den 01. Januar 2025 sowie der operativen Organisation per 01. Juli 2025 konnte das Projekt Churfirsten erfolgreich abgeschlossen werden.

An unsere Mitglieds-LANDI schütten wir CHF 2.1 Mio. als Leistungsprämie aus. Als landwirtschaftliche Treueprämie und Geschenkpakete gaben wir mehr als CHF 1.0 Mio. zurück an die Bäuerinnen und Bauern im Netzwerk. Damit unterstreicht die LAVEBA ihre genossenschaftliche Stärke.

Gleichzeitig bekennen wir uns klar zur Region: mit über 600 regionalen Lieferanten, rund 60% Schweizer Artikeln im Detailhandel, 60% regionalen Produzenten im Obst- und Gemüsehandel sowie unserem Engagement als Presenting Partner des OLMA Genussmarkts zur Unterstützung von über 800 regionalen Vereinen und landwirtschaftlichen Aktivitäten.

Beschlüsse und Wahlen
Die Delegierten genehmigten den Jahresbericht sowie die Jahresrechnungen und trafen wichtige personelle Entscheidungen. Neu in den Verwaltungsrat der LAVEBA Genossenschaft gewählt wurde Josef O. Schmid aus Buchs.

Wertschätzung für langjähriges Engagement
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit ihrem Engagement die LAVEBA und ihr Netzwerk über viele Jahre geprägt haben. Geehrt wurden Hans und Irmgard Müller für 43 Jahre Geschäftsführung der landwirtschaftlichen Genossenschaft Weesen sowie Stefan Bärlocher für 26 Jahre als Präsident der LANDI Bütschwil AG. Für ihre langjährige Tätigkeit innerhalb der LAVEBA Gruppe wurden zudem Daniel Gmünder (40 Dienstjahre) und Dunja Zumstein (30 Dienstjahre) ausgezeichnet.

Als Genossenschaft ist uns die Nähe zu unseren Mitgliedern besonders wichtig. Die Kreis- und Delegiertenversammlung hat gezeigt, wie wertvoll Vertrauen, regionale Verankerung und partnerschaftliche Zusammenarbeit sind. Gemeinsam arbeiten wir weiterhin an einer starken und nachhaltigen Partnerschaft in unseren Regionen.